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Sicherheit

So funktioniert tunnl.

Nur wer den Link hat, kann deine Nachricht lesen. Nicht einmal wir.

In vier Schritten

  1. Schreiben. Du tippst deine Nachricht und hängst bei Bedarf Dateien an.
  2. Verschlüsseln – in deinem Browser. Bevor irgendetwas dein Gerät verlässt, macht dein Browser daraus unlesbaren Zeichensalat. Den passenden Schlüssel erzeugt er selbst, per Zufall.
  3. Link teilen. Du bekommst einen Link. Der Schlüssel steckt darin, hinter dem Zeichen #. Diesen Teil schicken Browser nie an einen Server.
  4. Öffnen – und weg. Die empfangende Person öffnet den Link, ihr Browser entschlüsselt die Nachricht. Die erste Nachricht lässt sich nur einmal öffnen, danach ist ihr Inhalt gelöscht. Wer mag, schreibt in derselben Konversation vertraulich weiter.
Dein Browser verschlüsselt
x7#kQ9…
tunnl.-Server speichert nur Zeichensalat
x7#kQ9…
Browser des Gegenübers entschlüsselt
Der Schlüssel reist im Link hinter dem # – von dir direkt zur empfangenden Person, am Server vorbei.

Warum das sicher ist

Der Schlüssel bleibt bei euch

Er entsteht in deinem Browser und steht nur im Link. Der Server sieht ihn nie – auch nicht in seinen Protokollen.

Wir lagern nur Zeichensalat

Auf dem Server liegen Nachrichten, Dateien und Dateinamen ausschliesslich verschlüsselt. Wer dort einbricht, findet nichts Lesbares.

Einmal gelesen, gelöscht

Die erste Nachricht ist nach dem Öffnen weg. Mit gilt das auch für Antworten und Anhänge. Wer den Link später findet, kommt zu spät.

Passwort als zweites Schloss

Optional. Es wird nur im Browser verwendet und nie übertragen. Nach 10 falschen Versuchen löscht sich die Konversation.

Keine IP-Adressen

Missbrauch bremsen wir mit täglich wechselnden Einwegwerten statt mit gespeicherten IP-Adressen. Kein Tracking, keine Werbung.

Kein fremder Code

Die Verschlüsselung nutzt die eingebaute Web Crypto API deines Browsers. Die Seite lädt keine Skripte von Dritten – das erzwingt eine strenge Sicherheitsrichtlinie.

Was der Server weiss – und was nicht

Der Server kenntDer Server kennt nicht
verschlüsselte Nachrichten und Dateienden Inhalt
Grösse, Anzahl und Zeitpunkt von NachrichtenDateinamen
ob gelesen wurde und wann etwas abläuftden Schlüssel und das Passwort
einen Prüfwert, ob der Zugang stimmtwer beteiligt ist – solange ihr ohne Konto schreibt

Die Verschlüsselung im Detail

Für alle, die es genau wissen wollen. Alles läuft im Browser mit Standardverfahren, die auch Banken und Messenger einsetzen.

Schlüssel und Link
  1. Der Browser erzeugt einen Zufallsschlüssel S mit 256 Bit. Das sind mehr Möglichkeiten, als es Atome auf der Erde gibt.
  2. Mit Passwort wird dieses zusätzlich mit PBKDF2-SHA-256 und 600 000 Runden gestreckt. Das macht systematisches Durchprobieren extrem langsam.
  3. Aus beidem leitet HKDF-SHA-256 einen Hauptschlüssel ab – und daraus zwei getrennte Werte:
    • den Inhaltsschlüssel für AES-256-GCM,
    • einen Zugangsbeweis. Der Server speichert davon nur einen SHA-256-Hash. Aus dem Zugangsbeweis lässt sich der Inhaltsschlüssel nicht berechnen.
  4. Der Link sieht so aus: tunnl.ch/k#kennung.r1.schlüssel – alles Wichtige hinter dem #.

Deshalb kann der Server ein falsches Passwort erkennen, ohne das Passwort zu kennen: Der Zugangsbeweis passt dann nicht zum gespeicherten Hash.

Nachrichten

Jede Nachricht wird mit AES-256-GCM und einem frischen Zufallswert (IV) verschlüsselt. GCM prüft zugleich die Echtheit: Wird auch nur ein Bit verändert, verweigert der Browser die Entschlüsselung.

Dateien und Bilder

Jede Datei erhält einen eigenen Zufallsschlüssel und wird in Blöcken verschlüsselt, auch sehr grosse Dateien. Jeder Block ist mit seiner Nummer und dem Hinweis «letzter Block» verknüpft. Vertauschte, fehlende oder abgeschnittene Blöcke fallen sofort auf.

Konto

Dein Kontoschlüssel entsteht in deinem Browser und bleibt dort. Die Liste deiner Konversationen wird damit verschlüsselt, bevor sie gespeichert wird. Für ein neues Gerät gibt es den Wiederherstellungscode (160 Bit Zufall) oder einen Passkey. Deine E-Mail-Adresse speichern wir verschlüsselt.

Echo an das tunnl.-Team

Echos werden mit dem öffentlichen Schlüssel des Teams versiegelt (ECDH P-256). Nur das Team-Konto kann sie in seinem Browser öffnen – der Server nicht.

Quantencomputer

Die Sorge dahinter heisst «heute abfangen, später entschlüsseln»: Jemand sammelt verschlüsselte Daten und wartet, bis ein Quantencomputer sie öffnen kann. Das trifft vor allem Verfahren mit öffentlichen Schlüsseln – RSA und die Kurven, auf denen fast jeder Schlüsselaustausch im Netz beruht. Shors Algorithmus bricht sie, sobald die Maschine dazu gross genug ist.

tunnl. verschlüsselt Inhalte ausschliesslich symmetrisch (AES-256-GCM, HKDF-SHA-256). Für den Inhalt kommt kein asymmetrischer Schlüsselaustausch zum Einsatz, der durch Shors Algorithmus angreifbar wäre – der Schlüssel reist im Link, nicht über ein Aushandlungsverfahren. Damit ist tunnl. nach heutigem Stand quantensicher, ohne dass es je einen Umstieg auf neue Verfahren (PQC) braucht.

Auch gegen Grovers Algorithmus, der symmetrische Schlüssel angreift, bleibt Luft: Er halbiert die Stärke, aus 256 Bit werden wirksame 128 Bit. Das gilt weiterhin als ausser Reichweite.

Zwei Stellen nutzen öffentliche Schlüssel (ECDH P-256): das Zustellfach für Kontakte und das Echo ans Team. Dort geht es um die Zustellung eines Zugangs, nicht um den Inhalt selbst – und das Siegel ist nach dem Abholen weg. Wer es heute abfängt und in zwanzig Jahren öffnet, findet einen Zugang zu einer Konversation, die längst abgelaufen und gelöscht ist.

Was tunnl. nicht verhindern kann

  • Wer den ganzen Link hat, kann lesen. Teile ihn nur mit der richtigen Person. Für Heikles: Passwort setzen und über einen anderen Kanal mitteilen.
  • Ein unsicheres Gerät bleibt unsicher. Schadsoftware oder jemand, der mitschaut, sieht die Nachricht nach dem Entschlüsseln.
  • Einmal gelesen ist einmal gesehen. Screenshots oder Abschriften können wir nicht verhindern.
  • Versenden wir das Mail für dich, sehen wir den Link. Beim gebrandeten Versand (Option «gotthrd») baut unser Server das Mail zusammen – der Link mit dem Schlüssel läuft in diesem Moment durch ihn hindurch. Wir speichern ihn nicht. Setzt du ein Passwort, nützt der Link allein niemandem, auch uns nicht. Verschickst du den Link selbst, kommt er bei uns gar nie vorbei.
  • Vertrauen in die ausgelieferte Seite. Wie bei jedem Dienst im Browser läuft der Code, den tunnl.ch ausliefert. Wir laden nichts von Dritten und schützen die Seite mit HTTPS und strengen Sicherheitsregeln.

Vertrauliche Nachricht schreiben Mehr dazu: Wofür tunnl. da ist · Hilfe · Datenschutz

Wir können deine Nachrichten nicht lesen. Wir speichern keine IP-Adressen.

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