Sicherheit
So funktioniert tunnl.
Nur wer den Link hat, kann deine Nachricht lesen. Nicht einmal wir.
In vier Schritten
- Schreiben. Du tippst deine Nachricht und hängst bei Bedarf Dateien an.
- Verschlüsseln – in deinem Browser. Bevor irgendetwas dein Gerät verlässt, macht dein Browser daraus unlesbaren Zeichensalat. Den passenden Schlüssel erzeugt er selbst, per Zufall.
- Link teilen. Du bekommst einen Link. Der Schlüssel steckt darin, hinter dem Zeichen #. Diesen Teil schicken Browser nie an einen Server.
- Öffnen – und weg. Die empfangende Person öffnet den Link, ihr Browser entschlüsselt die Nachricht. Die erste Nachricht lässt sich nur einmal öffnen, danach ist ihr Inhalt gelöscht. Wer mag, schreibt in derselben Konversation vertraulich weiter.
Warum das sicher ist
Der Schlüssel bleibt bei euch
Er entsteht in deinem Browser und steht nur im Link. Der Server sieht ihn nie – auch nicht in seinen Protokollen.
Wir lagern nur Zeichensalat
Auf dem Server liegen Nachrichten, Dateien und Dateinamen ausschliesslich verschlüsselt. Wer dort einbricht, findet nichts Lesbares.
Einmal gelesen, gelöscht
Die erste Nachricht ist nach dem Öffnen weg. Mit 🔥 gilt das auch für Antworten und Anhänge. Wer den Link später findet, kommt zu spät.
Passwort als zweites Schloss
Optional. Es wird nur im Browser verwendet und nie übertragen. Nach 10 falschen Versuchen löscht sich die Konversation.
Keine IP-Adressen
Missbrauch bremsen wir mit täglich wechselnden Einwegwerten statt mit gespeicherten IP-Adressen. Kein Tracking, keine Werbung.
Kein fremder Code
Die Verschlüsselung nutzt die eingebaute Web Crypto API deines Browsers. Die Seite lädt keine Skripte von Dritten – das erzwingt eine strenge Sicherheitsrichtlinie.
Was der Server weiss – und was nicht
| Der Server kennt | Der Server kennt nicht |
|---|---|
| verschlüsselte Nachrichten und Dateien | den Inhalt |
| Grösse, Anzahl und Zeitpunkt von Nachrichten | Dateinamen |
| ob gelesen wurde und wann etwas abläuft | den Schlüssel und das Passwort |
| einen Prüfwert, ob der Zugang stimmt | wer beteiligt ist – solange ihr ohne Konto schreibt |
Die Verschlüsselung im Detail
Für alle, die es genau wissen wollen. Alles läuft im Browser mit Standardverfahren, die auch Banken und Messenger einsetzen.
Schlüssel und Link
- Der Browser erzeugt einen Zufallsschlüssel S mit 256 Bit. Das sind mehr Möglichkeiten, als es Atome auf der Erde gibt.
- Mit Passwort wird dieses zusätzlich mit PBKDF2-SHA-256 und 600 000 Runden gestreckt. Das macht systematisches Durchprobieren extrem langsam.
- Aus beidem leitet HKDF-SHA-256 einen Hauptschlüssel ab – und daraus zwei getrennte Werte:
- den Inhaltsschlüssel für AES-256-GCM,
- einen Zugangsbeweis. Der Server speichert davon nur einen SHA-256-Hash. Aus dem Zugangsbeweis lässt sich der Inhaltsschlüssel nicht berechnen.
- Der Link sieht so aus:
tunnl.ch/k#kennung.r1.schlüssel– alles Wichtige hinter dem #.
Deshalb kann der Server ein falsches Passwort erkennen, ohne das Passwort zu kennen: Der Zugangsbeweis passt dann nicht zum gespeicherten Hash.
Nachrichten
Jede Nachricht wird mit AES-256-GCM und einem frischen Zufallswert (IV) verschlüsselt. GCM prüft zugleich die Echtheit: Wird auch nur ein Bit verändert, verweigert der Browser die Entschlüsselung.
Dateien und Bilder
Jede Datei erhält einen eigenen Zufallsschlüssel und wird in Blöcken verschlüsselt, auch sehr grosse Dateien. Jeder Block ist mit seiner Nummer und dem Hinweis «letzter Block» verknüpft. Vertauschte, fehlende oder abgeschnittene Blöcke fallen sofort auf.
Konto
Dein Kontoschlüssel entsteht in deinem Browser und bleibt dort. Die Liste deiner Konversationen wird damit verschlüsselt, bevor sie gespeichert wird. Für ein neues Gerät gibt es den Wiederherstellungscode (160 Bit Zufall) oder einen Passkey. Deine E-Mail-Adresse speichern wir verschlüsselt.
Echo an das tunnl.-Team
Echos werden mit dem öffentlichen Schlüssel des Teams versiegelt (ECDH P-256). Nur das Team-Konto kann sie in seinem Browser öffnen – der Server nicht.
Was tunnl. nicht verhindern kann
- Wer den ganzen Link hat, kann lesen. Teile ihn nur mit der richtigen Person. Für Heikles: Passwort setzen und über einen anderen Kanal mitteilen.
- Ein unsicheres Gerät bleibt unsicher. Schadsoftware oder jemand, der mitschaut, sieht die Nachricht nach dem Entschlüsseln.
- Einmal gelesen ist einmal gesehen. Screenshots oder Abschriften können wir nicht verhindern.
- Versenden wir das Mail für dich, sehen wir den Link. Beim gebrandeten Versand (Option «gotthrd») baut unser Server das Mail zusammen – der Link mit dem Schlüssel läuft in diesem Moment durch ihn hindurch. Wir speichern ihn nicht. Setzt du ein Passwort, nützt der Link allein niemandem, auch uns nicht. Verschickst du den Link selbst, kommt er bei uns gar nie vorbei.
- Vertrauen in die ausgelieferte Seite. Wie bei jedem Dienst im Browser läuft der Code, den tunnl.ch ausliefert. Wir laden nichts von Dritten und schützen die Seite mit HTTPS und strengen Sicherheitsregeln.
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