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Kurz erklärt

Eine Alternative zu IncaMail

Beides verschickt Vertrauliches. Sie lösen aber nicht dieselbe Aufgabe.

IncaMail von der Schweizerischen Post ist auf rechtsgültige Zustellung ausgelegt: eingeschrieben, mit signierten Quittungen, zugelassen für Behörden- und Gerichtsverfahren. Brauchst du diesen Nachweis, ist IncaMail richtig. Geht es dir nur darum, dass etwas vertraulich ankommt und danach verschwindet – ohne Konto auf der Gegenseite, ohne Vertrag –, ist der Aufwand zu gross.

Was IncaMail gut kann

Die Stärke liegt beim Nachweis. Die Variante «eingeschrieben» ist für verschiedene Verfahren mit Behörden zugelassen – Zivil- und Strafverfahren, Betreibung, Konkurs – und liefert beiden Seiten digital signierte Quittungen über Aufgabe, Annahme, Verweigerung oder Verfall. Das ist die elektronische Entsprechung zum eingeschriebenen Brief, und dafür gibt es keinen Ersatz durch «einen Link schicken».

Dazu die Herkunft: Schweizerische Post, in der Schweiz betrieben, im Behördenumfeld etabliert. Für Kanzleien, Treuhänder und Verwaltungen, die regelmässig fristgebunden zustellen, ist das genau das Richtige.

Wo es umständlich wird

Die Gegenseite muss mitmachen. Wer eine IncaMail-Nachricht empfängt, muss sich anmelden, um sie zu lesen. Für den Stammkunden ist das einmalig, für den Handwerker, dem du einmal eine Offerte schickst, ist es eine Hürde.

Der Absender braucht einen Vertrag. Kein Konto, kein Versand – ein einzelner vertraulicher Versand im Jahr rechnet sich damit nicht. Die Preise wurden zudem 2023 deutlich angehoben, was in der Rechtsbranche für Diskussionen sorgte.

Es bleibt liegen. IncaMail ist Zustellung, nicht Vergänglichkeit. Was zugestellt ist, ist zugestellt – das ist bei einem Einschreiben auch so gewollt.

Welches wofür

Nimm IncaMail, wenn du beweisen musst, dass und wann etwas zugestellt wurde, wenn eine Frist daran hängt oder wenn eine Behörde es verlangt.

Nimm etwas anderes, wenn es um Vertraulichkeit statt Nachweis geht: Lohnabrechnung, Passwort, Ausweiskopie, Offerte. Also um Dinge, die ankommen und danach verschwinden sollen, bei Empfängern, denen du keine Anmeldung zumuten willst.

Und mit tunnl.

tunnl. ist für den zweiten Fall gebaut. Die empfangende Person braucht kein Konto, keine App und keine Anmeldung – sie öffnet einen Link. Der Inhalt ist in deinem Browser verschlüsselt, bevor er dein Gerät verlässt; wir könnten ihn nicht lesen, wenn wir wollten. Eine einzelne Nachricht kostet nichts, und der Inhalt verfällt von selbst. Server und Firma sind in der Schweiz.

Was tunnl. hier nicht kann: tunnl. liefert keinen rechtsgültigen Zustellnachweis und ist für kein Verfahren zugelassen. Es gibt ein druckbares Zustellprotokoll mit Kennung, Beginn und Abholzeitpunkt – das ist eine Dokumentation für dich, kein Einschreiben.

Der Vergleich im Detail · Wie tunnl. verschlüsselt · Was es kostet

Wir können deine Nachrichten nicht lesen. Wir speichern keine IP-Adressen.

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