Wofür
Wofür tunnl. da ist
Für alles, was genau eine Person sehen soll – und danach verschwinden darf.
Eine E-Mail ist eine Postkarte, die kopiert wird. Sie liegt in deinem Postfach, im Postfach des Gegenübers, in beiden Sicherungen und oft noch im Archiv deines Arbeitgebers. Ein Chat ist ein Ordner, den nie jemand aufräumt. Das ist im Alltag bequem – und bei allem, was vertraulich ist, genau das Problem.
tunnl. ist der Weg, der sich hinter dir schliesst. Deine Nachricht wird in deinem Browser verschlüsselt, bevor sie dein Gerät verlässt. Die empfangende Person öffnet einen Link, liest – und danach ist der Inhalt weg. Auch bei uns, denn wir konnten ihn nie lesen.
Der Test in drei Fragen
- Stört es dich, wenn das in fünf Jahren noch irgendwo liegt? In einem Postfach, auf einem alten Handy, in der Sicherung einer Firma, die es längst nicht mehr gibt.
- Steht ein Name, ein Betrag oder ein Passwort drin? Dann ist es für jemanden interessant, auch wenn du dir das nicht vorstellen kannst.
- Muss es nur ankommen – nicht abgelegt werden? Vieles muss einmal von A nach B. Mehr nicht.
Zweimal Ja? Dann gehört es in einen tunnl. und nicht in ein Postfach.
Das gehört hinein
Passwörter und Zugänge
Das WLAN-Passwort für die neue Mitarbeiterin. Der Zugang zum Onlineshop. Der Code fürs Schlüsselkästchen der Ferienwohnung. Das Initialpasswort, das der Kunde beim ersten Anmelden ändern soll – und das sonst zehn Jahre in seinem Postfach steht.
Geld und Verträge
Die Offerte, bevor sie angenommen ist. Die Rechnung mit der Stundenabrechnung. Der Mietvertrag, die Lohnabrechnung, die Kontonummer für die Rückzahlung. Wer deine Rechnungsmail sieht, kennt Betrag, Frist und IBAN – und kann eine zweite, falsche schicken.
Listen mit Menschen darauf
Die Adressliste des Fussballvereins. Die Klassenliste mit den Telefonnummern. Die Mitgliederliste, die Anmeldungen fürs Sommerfest, das Protokoll der Vereinsversammlung. Diese Liste gehört nicht dir – sie ist dir anvertraut. Genau darum sollte sie nicht in fünf Postfächern und drei Gruppenchats landen.
Ausweise und Amtliches
Die Kopie der ID fürs Reisebüro. Der Betreibungsauszug für die Wohnungsbewerbung. Die Steuerunterlagen fürs Treuhandbüro. Das Formular für die Versicherung. Einmal gebraucht, nie wieder – und trotzdem bleibt es sonst für immer.
Bewerbungen und Personelles
Das Dossier, das Zeugnis, die Absage, der Lohnvergleich fürs Gespräch mit der Geschäftsleitung. Alles, was noch niemand wissen soll – und wo es peinlich bis teuer wird, wenn es die falsche Person findet.
Was nur kurz gebraucht wird
Der Datenexport für den Treuhänder. Testdaten für die Entwicklung. Der Screenshot mit echten Kundendaten, den du dem Support schickst. Der Entwurf, den niemand archiviert sehen soll.
Und was nicht hinein gehört
- Alles, was du wiederfinden musst. tunnl. löscht – das ist der Zweck. Was dein Archiv ist, gehört ins Archiv.
- Die laufende Zusammenarbeit. Für das tägliche Hin und Her ist ein Projektkanal richtig.
- Sehr grosse Dateien. Derzeit 25 MB pro Datei, 5 Dateien pro Nachricht.
Warum nicht einfach Mail oder WhatsApp?
Weil keines dieser Werkzeuge dafür gebaut ist. Sie sind gut in dem, wofür es sie gibt – und alle haben dieselbe Schwäche: Was einmal drin ist, bleibt drin.
| Frage | tunnl. | WeTransfer | Teams | Cloud | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kann der Anbieter mitlesen? | nein | ja | ja | ja | nein | ja |
| Wo liegt es danach? | nirgends | überall | Dienst | im Kanal | Geräte | Ablage |
| Geht es von selbst weg? | ja | nie | ja | per Regel | optional | optional |
| Zweites Schloss per Passwort? | ja | Bastelei | bezahlt | nein | nein | teils |
| Muss die andere Seite etwas einrichten? | nein | nein | nein | ja | ja | oft |
| Noch änderbar? | ja | nein | neu senden | mit Spur | kurz | ja |
Ausführlich, mit Begründung zu jeder Antwort: Der Vergleich im Detail · als PDF (DE) · PDF (EN) · Was es kostet
Werkzeug für Werkzeug
E-Mail. Du musst nichts einrichten und niemanden einladen: Die Adresse kennst du meistens schon, ein Postfach hat ohnehin jede und jeder, und als Absender stehst du da – deshalb benutzen wir sie alle. Nur wird jede Mail vervielfältigt: Wer je Zugriff auf eines der beiden Postfächer bekommt, liest alles rückwirkend mit. Der typische Fall: Ein Initialpasswort von 2021 funktioniert immer noch, weil niemand wusste, dass es noch existiert.
WeTransfer. Am nächsten dran: Link statt Anhang, Ablaufdatum eingebaut, grosse Dateien. Aber deine Datei liegt dort lesbar, wer den Link hat lädt sie herunter, so oft er will, und ein Passwort gibt es erst gegen Geld. Der typische Fall: Der Link zur Lohnliste wird intern weitergeleitet, «damit es schneller geht».
Teams und Slack. Für die laufende Arbeit im Team unschlagbar – der Verlauf ist der Zweck. Genau deshalb taugt es nicht für Vertrauliches: Er bleibt, Administratoren kommen daran, und nach aussen installiert niemand Teams für eine Rechnung. Der typische Fall: Ein Kündigungsentwurf liegt im Kanal, der später fürs ganze Projektteam geöffnet wird.
WhatsApp. Die Verschlüsselung auf dem Weg ist gut – ehrlich gesagt besser als bei den meisten Geschäftswerkzeugen. Der Bruch kommt danach: Das Dokument landet in der Fotogalerie und in der Handysicherung, und Geschäftspost läuft über eine private Nummer. Der typische Fall: Die Vereins-Adressliste steht in einem Gruppenchat mit 40 Leuten – und auf 40 Handys.
Cloud-Link. Zum gemeinsamen Arbeiten richtig, zur Übergabe zäh. Der Anbieter hält die Schlüssel, «für alle mit dem Link» heisst wirklich für alle, und der Link lebt, bis jemand aufräumt. Der typische Fall: Ein Freigabelink aus dem letzten Mandat funktioniert zwei Jahre später noch – samt Ordner daneben.
Und jetzt kommen die KI-Werkzeuge dazu
Immer mehr Werkzeuge mit künstlicher Intelligenz helfen uns im Alltag. Wir stellen ihnen dabei laufend unsere Daten zur Verfügung und geben ihnen Zugriff auf unsere Computer und Postfächer – weil sie erst dann nützlich sind.
Was so ein Werkzeug mit alten, für uns längst irrelevanten Informationen anstellt, können wir von aussen nicht nachvollziehen. Der Anhang von vor drei Jahren ist für uns vergessen; für eine Maschine, die das Postfach durchsucht, steht er gleichberechtigt neben dem von gestern. Und lässt man ein Werkzeug auf diese Daten, das es mit dem Datenschutz nicht genau nimmt – oder das die Daten aus einer gesicherten Umgebung hinausträgt –, dann wandert alles mit ab: nicht nur, was wir gerade zeigen wollten.
Deshalb ist Aufräumen keine Ordnungsfrage mehr, sondern eine Sicherheitsfrage. Was gar nicht erst liegen bleibt, kann auch nichts und niemand später auslesen – kein Werkzeug, kein Dienst, keine Maschine. Genau dort setzt tunnl. an: Vertrauliches geht durch, statt sich abzulagern.
Was tunnl. anders macht
Wir können es nicht lesen
Nicht «wir schauen nicht hin», sondern: Es geht nicht. Verschlüsselt wird bei dir, bevor etwas losgeht.
Technisch: AES-256-GCM im Browser; der Schlüssel steht im Link hinter dem #, und diesen Teil sendet kein Browser an einen Server.
Es räumt hinter dir auf
Die erste Nachricht öffnet sich einmal, danach ist ihr Inhalt weg. Wird sie nicht geholt, verfällt sie – ganz ohne dein Zutun.
Technisch: Abholfrist von 1 Minute bis 3 Tagen, mit der Option seelisbrg oder gotthrd deutlich länger; Konversationen enden 30 Tage nach der letzten Aktivität.
Die andere Seite muss nichts können
Kein Konto, keine App, keine Einladung. Link öffnen, lesen, antworten. Auch für Leute, die «mit Technik nichts am Hut haben».
Technisch: Läuft in jedem aktuellen Browser, auf dem Handy wie am Rechner. Nichts zu installieren.
Ein zweites Schloss, wenn es drauf ankommt
Passwort setzen und über einen anderen Weg durchgeben: Link per Mail, Passwort per Telefon. Dann nützt der Link allein niemandem – auch uns nicht.
Technisch: PBKDF2 mit 600'000 Runden im Browser; nach 10 Fehlversuchen löscht sich die Konversation.
Korrigierbar, solange niemand geöffnet hat
Falsche Zahl, falsches PDF? Solange die Nachricht ungelesen ist, änderst du sie. Keine peinliche zweite Mail.
Technisch: Die neue Fassung überschreibt die alte auf dem Server – verschlüsselt, versteht sich.
Für Firmen: es sieht nach dir aus
Mit der Option gotthrd verschickst du unter deinem Namen: Firmenname, Logo und Antwortadresse im Mail – der Kunde sieht dich, nicht uns. Rechnungen gehen als Lauf raus, mit der Stundenabrechnung als Tabelle darin.
Technisch: Absenderprofil im Konto; Vorlagen und Adressbuch liegen verschlüsselt bei deinem Konto.
Und wo tunnl. nicht das Richtige ist
Jedes Werkzeug hat seinen Zweck. tunnl. hat seinen – und der deckt nicht alles ab. Wo du besser etwas anderes nimmst:
- Wenn wir das Mail für dich verschicken, läuft der Link in diesem Moment durch unseren Server. Gespeichert wird er nicht – aber technisch könnten wir dann mitlesen. Wer das ausschliessen will, setzt ein Passwort oder verschickt den Link selber.
- Grosse Dateien. 25 MB pro Datei, 5 pro Nachricht. Fürs Videomaterial bleibt ein Dateidienst die bessere Wahl.
- Archiv und Nachweis. Was du in fünf Jahren vorlegen musst, gehört nicht in einen Tunnel.
- Unterschriften mit Prüfprotokoll. Dafür braucht es eine Signaturlösung.
- Öffentlicher Beta-Test. Alles funktioniert, und es kann sein, dass sich noch etwas ändert. Was sich nicht ändert, ist die Verschlüsselung im Browser.
Häufige Fälle, im Einzelnen
- Lohnabrechnung sicher versenden Eine Lohnabrechnung gehört einer Person – und liegt nach dem Versand meist in vier Postfächern.
- Vertrauliche Dokumente per E-Mail verschicken E-Mail ist eine Postkarte, die kopiert wird. Für Vertrauliches braucht es einen Umschlag.
- Ein Passwort sicher weitergeben Das Passwort gehört nicht in dieselbe Mail. Und am besten nirgendwo hin, wo es liegen bleibt.
- Eine Alternative zu IncaMail Beides verschickt Vertrauliches. Sie lösen aber nicht dieselbe Aufgabe.
- Eine Datei verschlüsselt verschicken Der Anhang ist zu gross fürs Postfach – und zu heikel für einen Dienst, der hineinschauen kann.
- Patientendaten und Arztberichte sicher senden Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert – rechtlich und im Alltag.
Vertrauliche Nachricht schreiben Genauer nachlesen: So funktioniert tunnl. · Hilfe · Datenschutz

